Bronze in 14 Tagen

Caroline lernt tauchen

Portrait Caroline

Manchmal genügt ein Schnorcheltauchgang, um jemanden mit dem Tauchbazillus zu infizieren. Caroline ist so ein Fall. Nachdem sie geschnorchelt hatte war klar: jetzt muss eine richtige Ausbildung zur Bronzetaucherin her. Denn im Oktober geht es mit dem Verein nach Spanien, da bleibt nur der September zum Lernen. Aber kein Problem, dann macht man Bronze eben in zwei Wochen. Auch wenn es vielleicht nicht so gemütlich ist, seinen Schein im Elbsee zu machen, Caroline schafft es.

Caroline an der Oberfläche des Elbsees

Innerhalb von nur zwei Wochen absolviert sie das komplette Programm. Das geht natürlich nur, wenn der Tauchlehrer auch immer Zeit hat. Bei der Bronzeabnahme denkt sie zurück an die schwierige Abschleppübung. Die ist ihr nicht leicht gefallen. Aber bestanden ist bestanden und nach erfolgter Abschlussprüfung kann es dann nach Rosas gehen.

Caroline im Elbsee unterwasser

Hier, in Rosas gibts Tauchgänge vom Schiff. Gar nicht so einfach für Anfänger, wenn man bislang weder Meer noch Boote gewohnt ist. Aber Caroline macht es Spaß.

Caroline rödelt sich an

In einer Vierergruppe gehts hinab. Besonders bleibt ihr ein Tauchgang in Erinnerung: "Wir hatten Strömung. Am Anfang sind wir dagegen angetaucht. Aber am Ende mussten wir dann doch vom Schlauchboot aufgesammelt werden." Auch mal sein Softblei zu verlieren ist etwas, das noch für so manche Erzählung gut sein wird. Da muss dann der Buddy schon mal Nachschub reichen, damit sie nicht an die Oberfläche schießt. Und mit den Fadenschnecken und dem Oktopus schließt sie auch Freundschaft: das sind ihre erklärten Lieblingstiere im Mittelmeer.

Sprung ins Wasser

Innerhalb kürzester Zeit hat sie 19 Tauchgänge zusammen. Da kann sie schon mal vom Great Barrier Reef in Australien träumen. Aber zu Weihnachten soll es erstmal eine ABC-Ausrüstung geben. Ansonsten bleiben die heimischen Gewässer. Wie der Nachttauchgang im Elbsee, wo die Fische schlafend wie tot am Grund lagen. Oder der Tauchgang im Gasometer in Duisburg. Da zeigt sie, dass sie schon prima tarieren kann, wenn sie durch Röhren taucht, oder Wracks besichtigt. Auch die Luft in der Tauchglocke probiert sie - allerdings schmeckt die dann doch zu metallisch, als dass das angenehm wäre. Ihr Sportabi hat sie fest im Blick. Und vielleicht wird eines Tages ein Sportstudium daraus. Gut, wenn man dann so eine interessante Sportart wie das Tauchen mit ins Studium einbringen kann.

© Text: André Nowakewitz, Fotos: Wolfgang Daniels, André Nowakewitz